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Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft
Hubbelrath 1635 e.V.

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Info

Die Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Hubbelrath 1635 e.V. ist die kleinste Bruderschaft im Bezirk Niederberg. Das Dorf Hubbelrath ist zwar seit 1975 ein Teil der Landeshauptstadt Düsseldorf, gehört aber seit jeher zum niederbergischen Land und ist auch heute noch den umliegenden Orten wie Mettmann und Erkrath stark verbunden.

Die erste urkundliche Erwähnung von Hubbelrath erfolgte im Jahr 950 als Ortschaft Hupoldesroth, welche der damalige Erzbischof von Köln zu gleichen Teilen der Kirche der hl. Jungfrauen in Köln und dem Gerresheimer Damenstift St. Hippolyt schenkte. Demzufolge konnte bereits im Jahr 1950 das 1.000-jährige Jubiläum des kleinen Dorfes gefeiert werden! Bis ins 19. Jahrhundert hinein bestand die Honschaft Hubbelrath nur aus dem Lehenshof, dem Hubbelrather Hof, sowie den umliegenden Höfen und Kotten unter der Herrschaft des Äbtissinnenstiftes in Gerresheim. Die Kirche St. Cäcilia in unmittelbarer Nähe des Hofes - die Keimzelle von Hubbelrath - war ursprünglich keine Pfarrkirche. Auch ein Schulhaus existierte bis in das 17. Jahrhundert nicht. Erst durch die Reformen im Zuge der napoleonischen Kriege - in dessen Folge das Rheinland 1815 an Preußen fiel - erlangte Hubbelrath eine gewisse politische Selbständigkeit und besaß seit dieser Zeit auch eine eigene Pfarrei. Erst durch Neubauten nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich das Dorf rasch. Namensgebend für das Amt Hubbelrath bestand diese Gemeinde bis zum 31.12.1974. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch nur knapp 1.000 Einwohner. Seit 1975 bildet Hubbelrath zusammen mit dem neuen Ortsteil Knittkuhl den östlichsten (und höchstgelegenen) Stadtteil von Düsseldorf. Dieser ist bis heute überwiegend bäuerlich geprägt; liebliche, zum Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesene Bachtäler wechseln mit landwirtschaftlich genutzten Höhen und Wäldern ab. Die schöne Landschaft lockt am Wochenende zahlreiche Großstädter in die Natur. Durch zahlreiche Neubauten ist das Dorf in den letzten Jahren erheblich erweitert worden. Das Dorfbild wird aber immer noch durch die Pfarrkirche St. Cäcilia mit ihren romanischen Ursprüngen und das ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrhaus geprägt.NetObjects Fusion 2013

Um 1635, also mitten in den Wirren des dreißigjährigen Krieges, wurde in Hubbelrath die Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft gegründet, wohl hauptsächlich, um den Ort und seine Bevölkerung vor den umherziehenden plündernden Truppen der verschiedenen Feldherren zu schützen. In diesem Jahr wurde mit Antonius Graufeld der erste Schützenkönig ausgeschossen. Da dies das erste historisch belegte Dokument zur Geschichte der Bruderschaft ist, hat man das Jahr 1635 als Gründungsjahr der Schützenbruderschaft zugrunde gelegt.

1744 wurde die heute noch erhaltene, 1864 zu ersten- und 1978 zum zweiten Mal restaurierte Fahne mit der Kirchenpatronin St. Cäcilia beschafft; 1767 wurde das älteste erhaltene Protokollbuch angelegt. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich das Schützenwesen soweit etabliert, dass es auch der Unterhaltung und Brauchtumspflege diente. Durch den 1. Weltkrieg, der sich anschließenden Inflation und der Weltwirtschaftskrise ruhte dann das Hubbelrather Schützenwesen für längere Zeit. Erst Ende 1931 wurde die Bruderschaft wiederbelebt, bevor sie nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wie das gesamte christliche Schützenwesen in Deutschland nach 1933 verboten wurde. Erst am 01.12.1952, nachdem die Besatzungsmächte und späteren Aliierten die Betätigung im Schießsport wieder erlaubt hatten, wurde die Bruderschaft nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet. Das erste Königsschießen nach dem Kriege fand 1953 statt.

Die Bruderschaft umfaßt heute ca. 80 aktive und ca. 120 fördernde Mitglieder. Eine Unterteilung in Kompanien besteht bis auf die Jungschützenabteilung nicht. Dennoch - oder gerade deshalb - ist das Vereinsleben besonders rege. Das Schützenfest, welches alljährlich am Wochenende nach Pfingsten gefeiert wird, hat einen ausgesprochen familiären Charakter. Hier trifft sich nahezu jeder Mitbürger; (fast) jeder kennt jeden. Eine große Kirmes wäre in dem schönen Dorf schon aus Platzgründen gar nicht möglich. Die identitätsstiftende Wirkung der Bruderschaft nicht nur bei diesem Fest ist für den Stadtteil daher nicht zu unterschätzen.

Der Schießsport steht unbestritten an erster Stelle der Bruderschaft. Aus Hubbelrather Sicht stets sehr erfolgreich sind die Wettkämpfe auf Bezirksebene verlaufen. Auch der aktuelle Bezirkskönig des Bezirkes Niederberg, Michael Emberger, kommt - wieder einmal - aus Hubbelrath. Unter dem Motto "Glaube, Sitte und Heimat" finden aber auch zahlreiche weitere Aktivitäten statt, die über die reine Brauchtumspflege hinaus zum Teil einen gemeinnützigen Charakter haben, wie z.B. der Seniorennachmittag, die Gestaltung des Martinszuges und der jährlichen Feldmesse, der Karneval oder die Pflege des Dorfbildes durch einige Schützenmitglieder. Sogar Theateraufführungen werden von einigen talentierten Schützenmitgliedern gegeben. Das "Stammhaus" der Bruderschaft, das Bürgerhaus, wurde zum einem Teil von der Stadt Düsseldorf langfristig gepachtet, und wird derzeit in Eigenregie in Teilen für Vereinszwecke umgebaut (Schießbahn).

Daneben engagieren sich Schützen sowohl in den Gremien beider großen Konfessionen (Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand, Presbyterium), als auch Mandatsträger/innen im politischen Raum (Stadtrat/Bezirksvertretung). Für viele Schützenbrüder ist zudem der Dienst am Nächsten durch den Einsatz in der freiwilligen Feuerwehr Hubbelrath eine Selbstverständlichkeit.

Die Jungschützenabteilung versteht es prächtig, die Jugend in Hubbelrath an die Ziele und Ideale der Bruderschaft heranzuführen. Hier ist seit einigen Jahren erfreulicherweise ein stetiges Ansteigen der Mitgliederzahl zu verzeichnen.

Neben der Zugehörigkeit zum Bezirk Niederberg ist die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Hubbelrath 1635 e.V. auch Mitglied in der Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine (IGDS). Übrigens: Die Bruderschaft ist schon lange nicht mehr nur den Männern vorbehalten; Frauen sind seit über 30 Jahren als aktive Mitglieder dabei!

Wert legt der Vorstand auch darauf, dass Gäste bei allen Veranstaltungen stets willkommen sind, denn nur in der Öffentlichkeit können wir die Ideale von Glaube, Sitte und Heimat in der heutigen Zeit wirkungsvoll vertreten.

So kann man über diese Bruderschaft mit Fug und Recht behaupten: Hubbelrath, klein aber fein

 

V2.18  15.06.2017

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